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So finden Sie die besten Dividendenaktien

An diesen 5 Faktoren erkennen Sie Aktien, die Ihnen für viele Jahre sichere und steigende Dividenden auszahlen.

  1. Dividenden-Beständigkeit
  2. Dividendenhistorie
  3. Dividendentrend
  4. Ausschüttungsquote
  5. Kursverlauf

Dividenden-Beständigkeit

Ist die aktuell ausgewiesene Dividende pro Aktie echt?

Wann immer Sie irgendwo auf einer Internetseite, in einem Anlegermagazin oder im Börsen-TV eine verlockend hohe Dividendenrendite entdecken, müssen Sie zunächst prüfen, ob es sich um eine echte Rendite handelt.

Denn unechte Dividendenrenditen werden nie auch nur annähernd in der angegebenen Höhe ausbezahlt.

Dazu müssen Sie herausfinden, wie die Dividendenrendite genau berechnet wurde. Leider nur allzu oft stellt sich bei genauerer Betrachtung heraus, dass die hohe Rendite gar nicht so hoch ist.

Nämlich dann, wenn:

  • in die Berechnung eine Sonderdividende vom letzten Jahr hineinfliesst. In den meisten Datenbanken werden ordentliche Dividenden und Sonderdividenden nicht unterschieden. Entsprechend hoch wird die aktuelle Dividendenrendite ausgewiesen. Da Sonderdividenden meistens nur einmal gezahlt werden, fällt die nächste Ausschüttung viel tiefer aus.
  • die Berechnungsbasis eine Schätzung für Dividenden ist, die zwei oder gar drei Jahre in der Zukunft liegen. Solche Berechnungen sind nicht viel wert.
  • die ausgewiesene Dividendenrendite schlicht falsch ist. Hier kann es sich um einen fehlerhaften Datenbankeintrag handeln, der dann zu einem falschen Berechnungsresultat führt.
  • die Währung der Dividende pro Aktie nicht identisch ist, mit der Währung des Aktienkurses. Das führt zu verzerrten Dividendenrenditen.

Nur wenn die ausgewiesene Dividendenrendite auf Basis der letzten ordentlichen Dividende pro Aktie oder der geschätzten ordentlichen Dividende des laufenden Geschäftsjahres berechnet wurde, könnte es sich um eine echte, hohe Rendite handeln.

Bei topdiv haben wir Ihnen diese Arbeit bereits abgenommen. Die Zahlen in unserer Dividenden-Datenbank sind bereits um diese Punkte bereinigt, entsprechend weisen die Aktien jeweils echte Dividendenrenditen auf.

 

Dividenden-Historie

Wie zuverlässig waren die Dividendenzahlungen in der Vergangenheit?

Das ist der wichtigste Beurteilungsfaktor. Sie erkennen darin, ob

  • ein Unternehmen über ein funktionierendes Businessmodell verfügt
  • die Unternehmensführung gewillt ist, die Aktionäre am Erfolg zu beteiligen
  • das Unternehmen über einen Zyklus stabile und wachsende Gewinne erzielen kann

Das sind die Grundvoraussetzungen für zuverlässige Dividenden. Deshalb ist die Dividendenhistorie schlicht der beste Indikator für künftige Dividendenzahlungen. Eine Garantie bietet natürlich auch die beste Historie nicht. Es gab und wird immer Fälle geben, wo Unternehmen mit einer brillanten Dividenden-Vergangenheit ihre Ausschüttungen unerwartet kürzen.

Aber die überwiegende Mehrzahl der guten Dividendenzahler wird auch in der absehbaren Zukunft eine zuverlässige Einkommensquelle bleiben.

Aussagekräftig wird die Historie allerdings erst ab einer gewissen Länge. Ich empfehle Ihnen, mindestens die letzten 10 Jahre zu betrachten.

Was genau eine gute Historie ist, kann man nicht eindeutig definieren. Das hängt von der persönlichen Toleranz jedes Anlegers ab. Aber es ist klar, dass eine Top-Historie möglichst viele Erhöhungen und möglichst wenige Senkungen aufweisen sollte.
Und genau auf solche Aktien sollten Anleger setzen.

Mein Tipp: Suchen Sie Aktien mit mindestens 6 Dividendenerhöhungen und keiner Senkung in den letzten 10 Jahren. Das ist schon mal ein guter Ausgangspunkt. Damit haben Sie bereits einen grossen Teil der Problemfälle aussortiert.

Letzte Dividende

Stimmt der Dividendentrend?

Die Veränderung der letzten Dividende ist ein nicht zu unterschätzender Hinweis, wie die Unternehmensführung den kurz-mittelfristigen Geschäftsverlauf einschätzt.

Gerade bei Unternehmen mit historisch schwankenden Ausschüttungen ist eine Dividendensenkung der Vorbote von unruhigen Zeiten. Häufig folgen weitere Kürzungen.

Eine Dividendensenkung ist eindeutig ein negatives Signal, es bedeutet Schwäche. Wir wollen aber Stärke kaufen, also Unternehmen, denen es gut geht, und die uns mit sicheren, steigenden Dividenden beglücken. Deshalb sollten dividendenorientierte Anleger nur Aktien kaufen, die ihre Gewinnbeteiligung für das letzte Geschäftsjahr mindestens unverändert belassen haben.

Mein Tipp: Prüfen Sie auch allfällige Zwischendividenden (falls bereits angekündigt). Also Quartals –oder Halbjahresauszahlungen.

Und lesen Sie die Kommentare der Geschäftsleitung in den Zwischenberichten. Manchmal wird dort bereits eine Dividendensenkung (oder auch eine Erhöhung) fürs laufende Geschäftsjahr angekündigt.

Um solche Informationen zeitsparend zu erhalten, können Sie den jeweiligen Zwischenbericht als PDF runterladen und dann den Suchbegriff „Dividende“ eingeben (rechte Maustaste anklicken). So können Sie grosse Dokumente sehr schnell nach bestimmten Begriffen durchsuchen.

Ausschüttungsquote

Konnte sich das Unternehmen seine Gewinnbeteiligungen leisten?

Dieser Kennzahl liegt das einfache, aber wirkungsvolle Prinzip zugrunde, dass ein Unternehmen nicht mehr ausgeben sollte, als es einnimmt.

Zunächst: Wie wird die Ausschüttungsquote berechnet? Man setzt die Dividende pro Aktie ins Verhältnis zum Gewinn pro Aktie. Meistens drückt man das Resultat in Prozenten aus. So lautet die Formel:

(Dividende pro Aktie / Gewinn pro Aktie) * 100

 

Wenn die Dividende grösser ist als der Jahresgewinn, ist Vorsicht angebracht. Solange das nur in einem einzelnen Jahr passiert, ist es kein grösseres Problem. In solchen Fällen wird die Dividende meistens aus dem Bilanzgewinn, also den Gewinnreserven bezahlt.

Wird das aber systematisch über mehrere Jahre betrieben, wird es gefährlich. In solchen Fällen finanzieren Unternehmen ihre Dividende meistens über die Aufnahme von Fremdkapital oder dem Verkauf von Vermögensteilen. Das ist nicht nachhaltig und wird irgendwann zu einer Dividendensenkung führen.

Schauen Sie nie nur die Ausschüttungsquote eines einzelnen Jahres an. Untersuchen Sie stattdessen die kumulierten Werte der letzten 5 Jahre. Kaufen Sie keine Aktien, die in diesem Zeitraum mehr als 100% ausgeschüttet haben.

Mein Tipp: Achten Sie darauf, nur mit dem bereinigten Gewinn pro Aktie zu rechnen. Unüblich hohe Gewinne in einzelnen Jahren entstehen meistens durch einen einmaligen Ertrag, oder umgekehrt durch eine sehr hohe Einmalbelastung, der in den Folgejahren nicht mehr anfällt. Das führt dann natürlich zu einer verzerrten Ausschüttungsquote.

Kursverlauf

Was erwarten die Marktteilnehmer insgesamt von künftigen Dividendenzahlungen?

Es gibt keinen besseren Gradmesser für den Zustand eines Unternehmens, als die Aktienkursentwicklung.

Der Preis einer Aktie wird durch die Käufe und Verkäufe der Marktteilnehmer gebildet. Er zeigt somit zuverlässig an, was die Marktteilnehmer insgesamt vom weiteren Unternehmensverlauf erwarten.

Erwartet die Mehrheit höhere Gewinne, kauft sie; der Kurs steigt: Erwartet sie tiefere Gewinne, verkauft sie; der Kurs fällt. Eine bessere und unmittelbarere Unternehmenseinschätzung können Sie nirgendwo sonst finden. Man könnte das auch als Schwarmintelligenz bezeichnen.

Wenn sich ein Aktienkurs deutlich schlechter als der Gesamtmarkt entwickelt, hat das Unternehmen höchstwahrscheinlich ein grösseres Problem. Und damit ist meistens auch die Dividende gefährdet. Wir sprechen hier nicht von normalen Kurs-Korrekturen im Bereich von 10,15, oder 20%, sondern von Abstürzen in der Dimension 35% plus.

Solche Situationen sind selten Schnäppchen, sondern Problemfälle. Meistens verbunden mit späteren Dividendensenkungen. Eine Aktie fällt nicht einfach so 40%. Gerade Dividendenaktien nicht.

Entscheidend ist, dass Sie den Kursverlauf einer Aktie immer mit demjenigen des entsprechenden Index vergleichen. Fällt der DAX 40% und Ihre Aktie 45% ist das nicht dasselbe, wie wenn der DAX 5% zulegt, Ihre Aktie aber 45% verliert.

Wie berechnet man das konkret? Wir bei topdiv vergleichen den prozentualen Kursverlust vom 3-Jahres-Höchstwert einer Aktie im Vergleich zum Index. Das ist in diesem Zusammenhang aussagekräftiger als die absolute Kursentwicklung.

Denn hier geht es ja darum, einzuschätzen, wie sicher die aktuelle Dividende ist. Solange sich der Kurs ungefähr gleich wie sein Index bewegt, liegt kein grösseres Problem vor, das Risiko einer Kürzung ist also klein. Eine Dividende ist nicht sicherer, nur weil sich der Kurs seiner Aktie verdoppelt hat.

Mein Tipp: Kaufen Sie keine Dividendenaktie, wenn der Abstand vom 3-Jahres-Höchst mehr als 35% Differenz zu demjenigen des Index beträgt.

Ein konkretes Beispiel:

  Aktie Index Differenz
       
Abstand zum 3-Jahres-Höchst -45% -5% -40%

 

Die Differenz über -40% wäre ein Negativpunkt. Die Dividenden einer solchen Aktie sind gefährdet.

 

Hier nochmals zusammengefasst Ihre Checkliste:

Dividenden-Beständigkeit
Beruht die Berechnung der aktuellen Dividendenrendite auf einer echten Dividende pro Aktie?

JA / NEIN

Dividendenhistorie
Weist Ihre Aktie in den letzten 10 Jahren mindestens 6 Erhöhungen und keine Senkung auf?

JA / NEIN

Letzte Dividende
War die letzte Dividendenveränderung entweder eine Erhöhung oder blieb sie unverändert?

JA / NEIN

Ausschüttungsquote
Beträgt die kumulierte Ausschüttungsquote der letzten 5 Jahre weniger als 100%?

JA / NEIN

Kursverlauf
Ist die Differenz zwischen dem 3-Jahres-Kursabstand ihrer Aktie und dem Index kleiner als 35%?

JA / NEIN

Jeder Faktor für sich genommen ist schon recht aussagekräftig. Der wahre Wert entsteht aber erst, wenn die Resultate zusammengezählt werden. Das heisst, konzentrieren Sie sich möglichst auf Dividendenaktien, bei denen Sie alle fünf Fragen mit JA beantworten können.
So ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass Sie Aktien kaufen, die Ihnen sichere und steigende Dividenden bescheren.

Meiden Sie umgekehrt diejenigen Aktien, die bei dieser Prüfung durchfallen. Also alle Dividendenaktien bei denen die Antwort überwiegend ein Nein ist.

 

Die Suche nach solchen Aktien ist mit einigem Aufwand verbunden. Es ist nicht immer leicht, an die richtigen Zahlen zu kommen.
Die gute Nachricht: Wir haben Ihnen diese Recherchearbeit bereits abgenommen!

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